HSH-Nordbank-Chef Nonnenmacher vor dem Aus

Hamburg/Kiel (dpa) - Der umstrittene Vorstandschef der HSH Nordbank, Dirk Jens Nonnenmacher, steht nach «Spiegel»-Informationen vor dem Aus. Bereits an diesem Dienstag wollten die Regierungen der Haupteigner, Hamburg und Schleswig-Holstein, den Aufsichtsrat um die Entlassung bitten, hieß es am Montag bei «Spiegel Online». Darauf hätten sie sich am Sonntag geeinigt. Der Chef des Aufsichtsrates, Hilmar Kopper, solle beauftragt werden, einen Nachfolger für Nonnenmacher zu suchen. Sollte Kopper dies verweigern, soll der Rauswurf in einer außerordentlichen Hauptversammlung durchgesetzt werden. Mit zusammen 85,5 Prozent sind die beiden Länder die größten Anteilseigner an dem Institut.

Staat bangt wegen Milliardenlast um Commerzbank-Zinsen

Frankfurt/Main (dpa) - Die Commerzbank droht wegen einer neuen Milliardenlast noch lange am Tropf des Staates zu hängen. Eine Abschreibung bei der Immobilientochter Eurohypo wird das Ergebnis des teilverstaatlichten Mutterkonzerns in diesem Jahr nach deutschem Bilanzrecht mit mindestens einer Milliarde Euro belasten, wie die Commerzbank am Montag mitteilte. Das macht eine von der Politik angemahnte baldige Rückzahlung rettender Steuermilliarden unwahrscheinlich - obwohl die Commerzbank auch im dritten Quartal schwarze Zahlen schrieb. In einer Telefonkonferenz mit Finanzvorstand Eric Strutz blieb die Frage unbeantwortet, ob die Commerzbank AG im Einzelabschluss nach dem Handelsgesetzbuch (HGB) 2010 im Minus landen wird oder nicht.

Deutsche Exportwirtschaft im Aufwind

Wiesbaden (dpa) - Nach zwei eher mageren Monaten hat die deutsche Exportwirtschaft im September wieder Boden gutgemacht. Die Ausfuhren stiegen auf Monatssicht um 3,0 Prozent und erreichten den höchsten Wert seit Oktober 2008, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte. Die Einfuhren sanken indes um 1,5 Prozent. Verglichen mit dem September des Krisenjahres 2009 ergaben sich erneut deutliche Zuwächse: Die Exporte legten um 22,5 Prozent zu, die Importe um 18,0 Prozent. Insgesamt wurden im September Waren im Wert von 86,9 Milliarden Euro ausgeführt und Waren im Wert von 70,1 Milliarden Euro eingeführt. Damit erreichten die deutschen Ausfuhren erstmals wieder das Vorkrisenniveau.

Stahlkocher überwinden die Krise - deutliches Plus