Espoo/Berlin (dpa) - Im Wettbewerb der Smartphone-Hersteller hält der unter Druck geratene Weltmarktführer Nokia an seinem Betriebssystem Symbian fest. Der zuständige Nokia-Manager Jo Harlow bekräftigte am Montag, der Konzern werde auch weiter in die Software investieren.

Zuvor hatte die Symbian-Stiftung, die Verbreitung und Weiterentwicklung der Plattform unterstützen sollte, erklärt, sich künftig nur noch auf die Vergabe von Lizenzen für die Software zu fokussieren.

Nokia hatte 2008 den Programmcode von Symbian geöffnet und gehofft, mit der Stiftung mehr Handy-Produzenten und Entwickler zu gewinnen. Vor kurzem gaben jedoch die Hersteller Sony Ericsson und Samsung die Produktion von Symbian-Handys auf. Als Folge sei die Stiftungs-Form keine angemessene Struktur mehr für die Plattform, räumte die Organisation selbst in ihrer Erklärung ein. Sie werde nun ihre Aktivitäten und Mitarbeiterzahl zurückfahren.

Symbian hält derzeit nach Zahlen der Marktforscher von Gartner noch die Führung beim Smartphone-Absatz mit einem Anteil von rund 40 Prozent. Vor allem die Konkurrenz von Googles Betriebssystem Android macht dem Smartphone-Pionier aber schwer zu schaffen. Die offene Android-Software gewinnt immer neue Hersteller für sich, während Nokia praktisch als letzter relevanter Unterstützer von Symbian übriggeblieben ist. Gartner rechnet damit, dass zum Jahr 2014 Symbian und Android bei den Marktanteilen mit etwa 30 Prozent gleichziehen werden.