Bielefeld (dpa) - Die Konzeptkünstlerin Yoko Ono hat der Bielefelder Kunsthalle eines ihrer Werke geschenkt. Dabei handle es sich um die Film-Installation «Fly» (Film No. 13, in 6 movements 1968/2003), die auch 2008 bei der Ausstellung «Between the Sky and My Head» in Bielefeld gezeigt worden war.

Der 1968 auf 16 Millimeter gedrehte Film, den Ono 2003 in eine Installation mit sechs Monitoren umgewandelt hatte, sei eines der Hauptwerke der 1933 in Tokio geborenen Künstlerin. Ono war mit Beatles-Musiker John Lennon verheiratet, der vor 30 Jahren erschossen wurde.

1968 veröffentlichte sie «13 Film Scripts By Yoko Ono», worin knappe Handlungen als Regieanweisungen für Filme vorgestellt werden. Darin findet sich auch der Film «Fly». Der Film war 1970 uraufgeführt und 2003 zur 6-Kanal-Installation erweitert worden.

Sechs Monitore zeigen Bilder eines nackten Frauenkörpers, auf dem Fliegen krabbeln. «Die Sinnlichkeit der Bilder korrespondiert mit Onos Stimme. Der Soundtrack zum Film, dessen Geräusche von Flüstern über Stöhnen hin zu Geschrei reichen, sorgt für eine verstörende Gesamtstimmung, die den voyeuristischen Blick auf die nackte Frau nahezu unmöglich macht», hieß es in der Mitteilung.