London (dpa) - Bei gewalttätigen Studentenprotesten in London gegen die Erhöhung der Studiengebühren sind auch Prinz Charles und seine Ehefrau Camilla angegriffen worden. Die beiden waren in ihrer Limousine zu einer Veranstaltung in der Innenstadt unterwegs, als Demonstranten den Wagen mit Farbbeuteln bewarfen und eine Scheibe beschädigten. Sie blieben unverletzt. Hunderte junge Leute randalierten bis in die späte Nacht im Londoner Regierungsviertel. Bei Auseinandersetzungen mit der Polizei wurden 55 Menschen verletzt.

Japan gegen Kyoto-Nachfolger

Cancún (dpa) - Beim Klimagipfel in Cancún hat Japan in der Nacht erneut seine Ablehnung eines Kyoto-Nachfolgeabkommens verteidigt, aber weitere Verhandlungsbereitschaft gezeigt. Ein Nachfolgeabkommen sei kein effektiver Weg, um den Klimawandel zu bekämpfen, sagte der japanische Delegierte Akira Yamada. Japan droht mit einer Blockade eines neuen verpflichtenden Klimaabkommens, wenn es nicht China und andere große Verursacher von Treibhausgasen einbezieht. Boliviens Präsident Evo Morales forderte ein Tribunal der Vereinten Nationen für «Klima-Gerechtigkeit».

Verletzte bei Schießereien in Haiti

Port-au-Prince (dpa) - Im Krisenland Haiti spitzt sich die Lage weiter zu. Bei erneuten Unruhen nach den Präsidentenwahlen wurden in der haitianischen Hauptstadt Port-au-Prince mehrere Menschen verletzt. Wie Augenzeugen berichteten, kam es in der Nähe des Präsidentenpalastes zu einer Schießerei zwischen Anhängern und Gegnern von Präsident René Préval. Der Aufstand hatte sich am Dienstag an Wahlergebnissen entzündet, wonach der populäre Musiker Michel Martelly aus dem Rennen um die Präsidentschaft ausgeschied.