Stuhl in Oslo blieb leer

Oslo (dpa) - Ein leerer Stuhl und wütende Reaktionen aus Peking: Erstmals seit 1936 konnte der Friedensnobelpreis nicht übergeben werden. Preisträger Liu Xiaobo saß tausende Kilometer entfernt im Gefängnis, auch Angehörige und Freunde durften nicht aus China ausreisen. Bei der Zeremonie in Oslo nannte Nobelkomitee-Chef Thorbjørn Jagland Liu «ein Symbol in China selbst und international für den Kampf um Menschenrechte in seinem Land». Chinas Regierung verurteilte die Auszeichnung als «Einmischung in innere Angelegenheiten».

Viel Kritik am schwarz-gelben Steuerpaket

Berlin (dpa) - Opposition und Wirtschaft haben die schwarz-gelben Beschlüsse für ein einfacheres Steuerrecht und zur Entlastung von Unternehmen als Alibi-Reform kritisiert. Die Grünen warfen der Koalition vor, die Bürger zu täuschen. Rechne man die Ersparnis bei der Steuer gegen die höheren Krankenkassenbeiträge zum 1. Januar auf, hätten Arbeitnehmer sogar weniger Netto vom Brutto in der Tasche. Wirtschaftsverbänden gehen die Pläne nicht weit genug. Kanzlerin Angela Merkel verteidigte die Entscheidungen. Das Paket komme bei denen an, die Steuern bezahlen.

16-jähriger Wikileaks-Sympathisant bleibt länger in Haft

Den Haag (dpa) - Nach den Internet-Attacken auf US-Finanzkonzerne in Zusammenhang mit der Enthüllungsplattform Wikileaks bleibt der gefasste 16-jährige Niederländer vorerst in Untersuchungshaft. Die Ermittler dürfen ihn zunächst noch 13 Tage lang festhalten und vernehmen, entschied ein Richter in Rotterdam. Wikileaks-Gründer Julian Assange wies derweil jede Beteiligung an den Angriffen auf die Websites von Mastercard, Visa und PayPal zurück. Seine Anwältin befürchtet, dass er in die USA ausgeliefert und dort nach einem Anti- Spionagegesetz aus dem ersten Weltkrieg angeklagt werden könnte.

UN-Klimagipfel Cancún nur Zwischenetappe