Oslo (dpa) - Ein Stuhl blieb leer: Erstmals seit 1936 konnte der Friedensnobelpreis nicht übergeben werden. Der chinesische Preisträger Liu Xiaobo saß tausende Kilometer entfernt im Gefängnis, als er heute in Oslo die wichtigste politische Auszeichnung erhalten sollte. Auch Angehörigen und Freunden des Bürgerrechtlers hatte China die Ausreise verweigert. Weil somit niemand den Preis entgegennehmen konnte, legte Nobelkomitee-Chef Thorbjørn Jagland sie für Liu auf dessen Stuhl. Zahlreiche Staaten riefen zu seiner Freilassung auf.