Wolfsburg/Kuala Lumpur (dpa) - Europas größter Autobauer Volkswagen will mit einer eigenen Fertigung in Malaysia weitere Marktanteile in Asien gewinnen und bis spätestens 2018 Toyota als Nummer eins im weltweiten Autogeschäft ablösen.

Vertriebsvorstand Christian Klingler unterzeichnete am Dienstag im Beisein von Premierminister Datuk Seri Najib Tun Razak einen Partnerschaftsvertrag mit dem malaysischen Konzern DRB Hicom.

In einem bestehenden Werk des Autoproduzenten in Pekan soll ab Ende kommenden Jahres der Passat aus zugelieferten Bausätzen montiert werden. Ein Jahr später ist im Rahmen einer zweiten Ausbaustufe die Vollproduktion des Modells Jetta geplant.

«Die Erschließung des Marktpotenzials der ASEAN-Region hat in der langfristigen Wachstumsstrategie des Volkswagen-Konzerns eine große Bedeutung», erklärte Klingler. Der Vertrag mit DRB Hicom basiert auf einer Absichtserklärung, die beide Unternehmen im August geschlossen hatten.

Bislang ist der Wolfsburger Konzern in Südostasien kaum vertreten. Der europäische Marktführer hatte zuvor bereits jahrelang mit dem staatlichen malaysischen Hersteller Proton verhandelt.

DRB Hicom bietet aus Sicht von Volkswagen große Chancen für einen Ausbau der eigenen Marktposition in der Region. «Sie haben den größten Fertigungsverbund in Malaysia», sagte ein Sprecher. «Nach der Vorvereinbarung aus dem August war der Vertrag der nächste logische Schritt.»

Neben China gelten auch Indien und Südostasien als Märkte mit besonders großem Potenzial. «Wir werden die vorhandenen Strukturen und Kapazitäten nutzen, um unsere Präsenz im Zukunftsmarkt Malaysia systematisch auszubauen», sagte Klingler.