Miami/Frankfurt (dpa) - Basketball-Superstar Dirk Nowitzki setzt mit den Dallas Mavericks in der nordamerikanischen Profiliga NBA weiter Maßstäbe: Zusammen mit Matchwinner Jason Terry stoppte der 2,13 Meter Riese aus Würzburg Seriensieger Miami Heat.

Nach zwölf Erfolgen kassierten die Gastgeber ausgerechnet in eigener Halle im 13. Spiel mit 96:98 gegen die Texaner wieder eine Niederlage. «Mavs»-Kapitän Nowitzki war mit 26 Zählern, neun Rebounds und zwei Assists Punktbester vor 20 178 Zuschauern in der American Airlines Arena. Aber Terry trumpfte im letzten Viertel entscheidend groß auf und erzielte dabei seine 19 Punkte im gesamten Match.

«Jason hat im Schlussviertel verdammt gut aufgespielt. Das ist genau das, was 'Jet' drauf hat. Er ist bei uns der, der den Sack zumachen kann», lobte Nowitzki den «Bank»-Spieler, der nicht zur «Ersten Fünf» gehört. Der deutsche Nationalspieler hatte trotz der guten Wurfbilanz von 17 Punkten bis zur 43:44-Halbzeit nicht seinen besten Tag erwischt. Fünf Fehlwürfe aus dem Feld im letzten Viertel hätten fast den Sieg gekostet. Aber in den letzten zwölf Sekunden bewies «Dirkules» mit vier Freiwürfen zum 96:90 und 98:93 Nervenstärke.

Miamis Staraufgebot um Lebron James verlor die Partie durch die eklatante Wurfschwäche, die bei einer Treffer-Quote von nur 40 Prozent lag. James kam wie Chris Bosh auf 19 Punkte. Dwayne Wade war Miamis Bester mit 22 Zählern, vier Rebounds und sieben Assists.

Nowitzki ist mit bisher insgesamt 21 781 NBA-Punkten seit seiner NBA-Premiere 1998 nur noch zehn Zähler von Basketball-Legende Larry Bird entfernt. Schon in der nächsten Partie bei den Orlando Magic kann Nowitzki in der Nacht zum Mittwoch die Marke knacken.

«Wie haben Glück gehabt. Aber wenn man ein so offensives Team wie Miami bei den 40 Prozent halten kann, beweist das auch unsere Stärke», ergänzte Nowitzki. Heat-Coach Erik Spoelstra zog respektvoll den Hut und lobte: «Sie sind in dem engen Match im entscheidenden Moment davongezogen und haben uns abgeschossen. Allein 33 Punkte im letzten Viertel gelingt den wenigsten Teams in unserer Halle.»

Dallas beendete wie gegen die Lieblingsgegner aus Miami bereits zum zweiten Mal in dieser Saison eine Siegesserie nach zwölf Spielen: Beim 103:94 in San Antonio Ende November hatten die Mavs ebenfalls den 13. Erfolg verhindert. Gegen Miami gelang Dallas bereits der 14. Sieg in Serie in einem Spiel der regulären NBA-Saison.