Strompreise steigen auf breiter Front

Heidelberg/Berlin (dpa) - Strom wird im kommenden Jahr für Millionen Verbraucher deutlich teurer. Preiserhöhungen von sieben Prozent stehen bei 500 von insgesamt 900 Stromversorgern zum 1. Januar im Schnitt an, berichtete das Verbraucherportal Verivox am Dienstag. Ein Musterhaushalt mit einem Verbrauch von 4000 Kilowattstunden muss durchschnittlich 66 Euro zusätzlich im Jahr bezahlen. Nach Berechnungen von toptarif.de legen die Preise im Januar und Februar bei mindestens 622 Versorgern um durchschnittlich 7,1 Prozent zu, in der Spitze sogar um 19,4 Prozent. Auch die Stromriesen RWE, Vattenfall und EnBW heben demnach die Preise an.

Erneuter Ruf nach Helaba/Deka als WestLB-Retter

Frankfurt/Düsseldorf (dpa) - Bei der drängenden Suche nach Rettung für die Düsseldorfer WestLB bekommt eine mögliche Lösung mit den Frankfurter Instituten Helaba und Dekabank wieder mehr Gewicht. Die WestLB, der Brüssel nur noch bis 15. Februar 2011 Zeit für einen überarbeiteten Sanierungsplan lässt, favorisiert nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa ein solches Dreierbündnis. «Das ist der Nukleus der deutschen Sparkassenzentralbank, über die wir seit Jahren reden», heißt es in Eigentümerkreisen.

Mineralölverband: Umstellung auf neuen Biosprit dauert noch

Bonn/Berlin (dpa) - Der neue Biosprit E10 wird nach Einschätzung des Mineralölwirtschaftsverbands noch nicht gleich im neuen Jahr an allen 14 000 Tankstellen verfügbar sein. Statt wie ursprünglich geplant zum 1. Januar werde das Bioethanol-Gemisch «frühestens im Februar» an den meisten Zapfsäulen erhältlich sein, sagte Klaus Picard, Hauptgeschäftsführer des Verbands, dem Bonner «General- Anzeiger» (Dienstag). Von der Umstellung auf den neuen Kraftstoff seien die Herstellung in den Raffinerien genauso betroffen wie die Lieferung durch Tankwagen und die Tankstellen selbst, die ihre Kassen und Preismasten dafür vorbereiten müssten. «Das wird eine Zeit dauern, denn die Kälte hat auch einen Einfluss auf die Umstellung», sagte Picard am Dienstag der dpa.

Ex-Siemens-Vorstand Ganswindt muss vor Gericht