Der weigert sich, das Ergebnis der Präsidentenwahl vor vier Wochen anzuerkennen, aus der Ouattara als Sieger hervorgegangen war. Der bisherige Präsident hatte sich erneut als Staatschef vereidigen lassen und will sein Amt nicht abgeben. Die EU, die USA, die Vereinten Nationen und afrikanische Staaten haben seitdem den Druck auf ihn massiv erhöht. Gbagbo beteuerte, er sei laut Verfassung der rechtmäßig gewählte Staatschef. Die UN-Blauhelme müssten das Land verlassen: «Die UN und ihr Chef haben sich hier sehr parteiisch gezeigt (...) Diese Streitmacht ist jetzt parteiisch, man fragt sich, was sie hier macht.»

Zu den Drohungen einer möglichen militärischen Intervention durch die westafrikanische Staatengemeinschaft Ecowas meinte Gbagbo gelassen: «Es wäre in Afrika das erste Mal, dass afrikanische Staaten zum Krieg gegen ein anderes Land bereit wären, nur weil eine Wahl schlecht verlaufen ist.»

Nach UN-Angaben sind bei Unruhen nach der Wahl rund 170 Menschen getötet worden, 14 000 Menschen flohen ins benachbarte Liberia.