Berlin (dpa) - Noch mehr Schnee und Glätte zu Silvester in Deutschland. Die Probleme auf Straßen und Schienen dauern an. Vielen Obdachlosen droht bei der klirrenden Kälte der Tod. Auch an der US-Ostküste ächzen die Menschen weiter unter den Folgen eines Schneesturms.

Auch zu Silvester soll es in Deutschland vielerorts schneien und glatt werden. Auf den Straßen und bei der Bahn sorgen Frost und Schnee weiter für Probleme. Angesichts der klirrenden Kälte mit erwarteten Nachttemperaturen von bis zu minus 20 Grad bereiteten sich Helfer bundesweit auf Rettungsaktionen für Obdachlose vor. Zuletzt waren bereits zwei Obdachlose in Ulm und Trier erfroren.

Mit dem Winterchaos sind die Deutschen nicht allein. Hart traf es auch die Stadt New York - an der US-Ostküste kam der Schnee in diesem Jahr spät, dafür aber gewaltig. An den internationalen Flughäfen in Moskau strandeten wegen des Winterwetters ebenfalls Tausende Reisende.

Bei klirrend kalten Temperaturen und Neuschnee gab es im Norden Deutschlands in der Nacht zum Dienstag zahlreiche Unfälle. Ein 16 Jahre altes Mädchen wurde tot in einem Graben bei Jork in Niedersachsen gefunden. Es war nach einer Weihnachtsparty gestürzt und erfroren.

In Berlin und Brandenburg führte der Winter weiterhin zu schwierigen Verkehrsverhältnissen. Bis zu zehn Zentimeter Neuschnee behinderten den Verkehr auch in Sachsen-Anhalt. Der Schnee fiel vor allem entlang der Elbe, sagte Reinhard Kohlmann vom DWD. Die Prognose für die Nacht zum Mittwoch: «Die Temperatur geht auf Werte zwischen - 1 Grad im Westen und -20 Grad im Osten zurück, örtlich wird es sogar noch kälter.»

Trotz Verwehungen auf den Straßen und Problemen bei der Bahn werden in den Thüringer Wintersportbetrieben bisher noch nicht im großen Stil Hotelzimmer und Privatquartiere storniert. «Einzelne Absagen zu Neujahr werden immer wieder durch neue Anfragen kompensiert», sagte Barbara Ulitzsch von der Tourismus GmbH Oberhof.

Hart traf es Bahnreisende in der Nacht zum Dienstag auf dem Weg nach Hamburg: Wenige Minuten vor der Einfahrt in den Hamburger Hauptbahnhof stoppte ein Kurzschluss einen ICE. Das Ziel vor Augen, mussten die 50 Bahnfahrer zwei Stunden in dem dunklen und unbeheizten Zug aus München ausharren. Wegen des Kurzschlusses in einer Oberleitung waren in dem ICE sämtliche Sicherungen herausgesprungen.