Friedrichshafen (dpa) - Der Motoren- und Energieanlagen-Hersteller Tognum steigt aus der Entwicklung von stationären Brennstoffzellen aus. Das Unternehmen sei zu der Erkenntnis gelangt, dass sich diese Aktivitäten unter den derzeitigen Markt- und Förderbedingungen mittelfristig nicht lohnen würden.

Letzte Hoffnungen, noch einen Partner für den Zukunftsbereich zu finden, seien am Vortag geplatzt, als Verhandlungen in Asien scheiterten, teilte die im MDax notierte Gesellschaft am Mittwoch in Friedrichshafen mit.

Stationäre Brennstoffzellen kommen zum Beispiel als umweltfreundliche Energieerzeuger für Strom und Heizung im privaten Bereich und in Unternehmen zum Einsatz, gelten aber noch nicht als ausgereift.

Rund 60 Millionen Euro muss Tognum dadurch als Belastung in seine Jahresbilanz aufnehmen. Auf die Prognose habe dies aber keinen Einfluss, weil sie als «nicht-operative Einmalbelastungen» verbucht würden. Die Ausblick des Unternehmens klammert solche Sondereffekte aus. Der Vorstand erwartet den Angaben zufolge für 2010 weiter einen Umsatz von gut 2,55 Milliarden Euro. Im kommenden Jahr sollen die Erlöse um etwa zehn Prozent zulegen.