EU-Finanzchefs: Euro ist nicht gefährdet

Brüssel (dpa) - Die Euro-Währung ist nach Einschätzung der europäischen Finanzminister trotz der Schuldenkrise nicht gefährdet. «Wir sind bereit, den Euro notfalls zu verteidigen», sagte der Niederländer Jan Kees de Jager am Dienstag am Rande eines Treffens mit seinen EU-Amtskollegen. «Alle Finanzminister stehen hinter dem Euro. Deshalb sehe ich keinen Grund, irgendeine Gefahr zu sehen.» De Jager und andere Minister forderten, sich in den Mitgliedstaaten auf nötige Reformen und Sparanstrengungen zu konzentrieren und den Euro- Stabilitätspakt zu stärken. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble verteidigte die Entscheidung, den Rettungsschirm für finanziell angeschlagene Eurostaaten nicht weiter auszudehnen.

Irland steht hartes Jahr des Sparens bevor

London/Dublin/Brüssel (dpa) - Irland will seine Wirtschaft mit einem rigorosen Sparprogramm wieder auf Kurs bringen und im Haushalt für das kommende Jahr sechs Milliarden Euro einsparen. Unter anderem werden heftige Kürzungen bei den Sozialleistungen, einschließlich Arbeitslosen- und Kindergeld, erwartet. Finanzminister Brian Lenihan wollte am Dienstagnachmittag in Dublin die Details des Haushaltes 2011 vorstellen. Irland muss sein Rekorddefizit auch deshalb unter Kontrolle bringen, weil davon die Finanzhilfe der Europäischen Union und des Internationalen Währungsfonds (IWF) abhängt. Die Republik ist das erste Land, das unter den EU-Rettungsschirm flüchtete, sie soll 85 Milliarden Euro Unterstützung bekommen.

Zeitung: ACS will Hochtief-Kapitalerhöhung torpedieren

Essen (dpa) - Im Übernahmekampf um Hochtief will der spanische Angreifer ACS einem Zeitungsbericht zufolge zum Gegenschlag ausholen. ACS werde versuchen, die Eintragung der von Hochtief angekündigten Kapitalerhöhung ins Handelsregister zu torpedieren, berichtete das «Handelsblatt» (Dienstag) unter Berufung auf Unternehmenskreise. Eine ACS-Sprecherin wollte den Bericht auf Anfrage nicht kommentieren. Beim Amtsgericht Essen lag nach Angaben eines Gerichtssprechers noch kein Antrag vor. Hochtief-Chef Herbert Lütkestratkötter hatte zuvor angekündigt, die geplante Kapitalerhöhung noch in diesem Monat eintragen lassen zu wollen. Durch die Kapitalmaßnahme soll das Emirat Katar als neuer Hochtief-Großaktionär 9,1 Prozent an dem Essener Bauunternehmen übernehmen.

Heizöl und Treibstoffe zum Jahresende teuer