Berlin (dpa) - Der frühere Formel-1-Pilot Nelson Piquet jr. und dessen Vater Nelson Piquet sind nach dem Skandalrennen von Singapur offiziell rehabilitiert. Renault hat sich bei den beiden Brasilianern wegen falscher Behauptungen entschuldigt und eine Entschädigung in unbekannter Höhe bezahlt.

Der Anwalt der Piquets gab bekannt, dass das französische Team vor dem High Court in London sein Bedauern über die Vorfälle im Zusammenhang mit dem Großen Preis von Singapur im September 2008 ausgesprochen habe. Das Team habe eingeräumt, dass seine damaligen Anschuldigungen falsch gewesen seien.

Piquet jr. war bei dem Nachtrennen auf Anweisung des damaligen Teamchefs Flavio Briatore absichtlich in die Mauer gekracht. Sein Teamkollege Fernando Alonso profitierte von der anschließenden Safety-Car-Phase am meisten und gewann das Rennen.

Nachdem der Skandal nach der Saison bekannt wurde, schloss der Internationale Automobil-Verband FIA Briatore und den damaligen Technischen Direktor Pat Symonds für mehrere Jahre aus der Formel 1 aus. Die Piquets hatten veröffentlicht, dass der Unfall in Singapur absichtlich verursacht worden sei. Die Renault-Verantwortlichen bezichtigten die beiden der Lüge. Das Team entließ zudem den Sohn des dreimaligen Champions nach dem Großen Preis von Ungarn 2009 mitten in der Saison.