Berlin (dpa) - FIFA-Präsident Joseph Blatter hat Korrekturen im Fußball-Weltverband angekündigt. Mit einer Task Force will er das beschädigte Image der FIFA «wieder etwas aufpolieren». Ein erneute WM-Doppelvergabe hält der Schweizer im Interview der Nachrichtenagentur dpa für nicht sinnvoll.

Wie haben Sie denn die ungemütlichen letzten Wochen erlebt?

Blatter: «Es waren turbulente Wochen. Aber gut, es braucht etwas Geduld und Durchhaltevermögen, und am Schluss geht alles gut aus.»

Fast hatte es den Anschein, Blatter gegen den Rest der Welt...

Blatter: «Ich würde nicht sagen, gegen den Rest der Welt, aber gegen eine gewisse Presse. Und es ist nicht das erste Mal, dass das passiert. Was hat man nicht alles gesagt: Die WM in Afrika bringt nichts, das ist die schlechteste Idee, die die FIFA, die Blatter je hatte, und es war wunderbar. In der Welt des Fußballs gibt es eben einige Journalisten, die etwas besessen sind.»

Wie bewerten Sie denn das Imageproblem der FIFA?

Blatter: «Wir haben einige Schläge bekommen. Aber die alten Kamellen von der ISL aufzuwärmen, das geht einfach nicht. Wenn die Weltpresse dann das auch noch übernimmt und sagt, die FIFA ist dies und das, dann muss ich eben eingestehen: Das hat unserem Image geschadet. Sonst wäre ich fern der Realität. Jetzt müssen wir das Image wieder verbessern.»