NEW YORK (dpa-AFX) - Der Euro <EURUS.FX1> hat am Donnerstag an die Erholung der letzten beiden Tage angeknüpft und die Marke von 1,21 US-Dollar zurückerobert. Freundliche Aktienmärkte, erfolgreiche Auktionen spanischer Anleihen und beruhigende Aussagen von EZB-Präsident Jean-Claude Trichet verhalfen der Gemeinschaftswährung zu etwas Luft nach oben. Zuletzt kostete der Euro 1,2115 US-Dollar und war damit mehr als zwei Cent teurer als beim Vier-Jahres-Tief am Montag. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs noch auf 1,2045 (Mittwoch: 1,2010) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8302 (0,8326) Euro.

"Die Erholung an den Aktienmärkten und die Aussagen von EZB-Präsident Trichet haben den Euro gestützt", sagte Experte Eugen Keller vom Bankhaus Metzler. Zur Beruhigung habe beigetragen, dass die Drei-Monats-Tender mit Vollzuteilung fortgeführt werden. Der EZB sei insgesamt der Spagat gelungen, die nach wie vor stark verunsicherten Märkte zu beruhigen und gleichzeitig keine Zweifel an der Sicherung der Preisstabilität aufkommen zu lassen. Ein Händler verwies auch auf einen "Short-Squeeze", in dem Spekulanten auf fallende Kurse beim Euro gewettet hätten und nun zum Eindecken gezwungen seien. Der jüngste Rutsch des Euros sei ohnehin etwas übertrieben gewesen, ergänzte Währungsstratege Mike Moran von der britischen Bank Standard Chartered. "Ich gehe aber nach wie vor nicht davon aus, dass wir das Tief beim Euro für dieses Jahr schon gesehen haben", ergänzte der Experte.