Wellington (dpa) - Auch Neuseeland ermittelt jetzt gegen Google wegen Datenschutzverstößen. Der Datenschutzbeauftragte wies die Polizei an zu prüfen, ob die Firma bei den Kamerafahrten für ihr umstrittenes «Street View»-Programm auch E-Mail- und andere Internetdaten von privaten Nutzern sammelte.

Das Unternehmen bedaure die Angelegenheit sehr, zitierte die Zeitung «New Zealand Herald» am Donnerstag einen Unternehmenssprecher. Da die Autos in Bewegung seien und die Aufnahmegeräte an Bord fünf Mal pro Sekunde den Kanal wechselten, könnten nur Fragmente registriert werden. Verschlüsselte Daten seien vom System automatisch gelöscht worden.

Australien hatte Anfang der Woche auch Ermittlungen wegen der Datensammlung aufgenommen, ebenso wie zuvor schon Kanada und Deutschland.