Hamburg (dpa) - Die schwarz-gelbe Koalition hat seit ihrem Amtsantritt vor knapp acht Monaten viel gestritten. Unterschiedliche Meinungen gab es unter anderem darüber, ob die Regierung an den im Koalitionsvertrag vereinbarten Entlastungen von bis zu 24 Milliarden Euro jährlich festhalten kann.

Ein Rückblick:

28. Oktober 2009: Angela Merkel (CDU) wird mit der Mehrheit von CDU, CSU und FDP als Bundeskanzlerin wiedergewählt. Das neue Kabinett nimmt seine Arbeit auf.

9. November: Die Regierung beschließt Steuerentlastungen für Eltern, Unternehmen, Erben und die Hotelbranche um jährlich bis zu 8,5 Milliarden Euro. Der ermäßigte Mehrwertsteuersatz für Hotels wird heftig kritisiert.

13. November: «Steuersenkungsversprechen ohne solide Gegenfinanzierung, wie sie sich im Koalitionsvertrag finden, sind unseriös», mahnen die «Wirtschaftsweisen». Im Dezember bemängelt der Bundesrechnungshof die Steuer- und Haushaltspolitik der Regierung.

17./18. November: Kabinettsklausur in Meseberg (Brandenburg) - an den Steuersenkungsplänen soll festgehalten werden.

16. Dezember: Das Kabinett verabschiedet den Haushaltsentwurf für 2010, der Ausgaben von 325,4 Milliarden Euro vorsieht. Die Neuverschuldung steigt auf 85,8 Milliarden Euro. Das ist die mit Abstand größte in der Geschichte der Bundesrepublik.