Frankfurt/Main (dpa) - Die Tarifpartner haben sich in der Nacht zum Donnerstag für die rund 250 000 Beschäftigten von privaten und öffentlichen Banken auf einen Abschluss geeinigt.

Der Vertrag umfasst nach Angaben der Arbeitgeber und der Gewerkschaft Verdi neben Gehaltssteigerungen auch Regelungen zur Beschäftigungssicherung. In einer gemeinsamen Erklärung bekannten sich die Tarifpartner zudem zum Gesundheitsschutz der Mitarbeiter. Dazu gehörten auch faire und erreichbare Ziele, die auch Kundenbedürfnisse berücksichtigten. Verdi hatte verlangt, den Verkaufsdruck auf die Berater zu lindern.

In dem Tarifvertrag mit einer Laufzeit von 22 Monaten sind nach diesen Angaben Gehaltssteigerungen um 1,6 Prozent ab Januar 2011 sowie eine Einmalzahlung von 300 Euro im August dieses Jahres vereinbart.

Zudem wurden die Tarifverträge zur Altersteilzeit, zum Vorruhestand und zur tariflichen Kurzarbeit sowie die Rahmenvereinbarung zu Langzeitkonten verlängert.

Uwe Foullong von Verdi nannte die Vereinbarung einen ersten Schritt, den krank machenden Druck auf die Beschäftigten abzubauen. Es sei gelungen, eine Vereinbarung zu treffen, die bessere Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten schaffe.

Ulrich Sieber, Verhandlungsführer der Banken-Arbeitgeber, wertete es als Erfolg, dass betriebsbedingte Kündigungen im Flächentarifvertrag nicht ausgeschlossen worden seien. «Wir haben die Dinge im Tarifvertrag geregelt, die wirklich dort hingehören. Alles andere verbleibt auf der Betriebsebene. Das ist gut, denn die Situation in unseren Mitgliedsinstituten ist zu unterschiedlich», erklärte er in einer Mitteilung.