Den Haag (dpa) - Die Niederlande stehen nach den Parlamentswahlen vor einer der schwierigsten Regierungsbildungen ihrer Nachkriegsgeschichte. Nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen mit den Sozialdemokraten ging die rechtsliberale Partei für Freiheit und Demokratie knapp als stärkste politische Kraft hervor. Eigentlicher großer Sieger ist aber der islamfeindliche Rechtspopulist Geert Wilders. Dessen Partei für die Freiheit erreichte den größten Zuwachs. Die Christdemokraten erlebten ein Debakel, Ministerpräsident Jan Peter Balkenende legte daraufhin den Parteivorsitz nieder.