Erfurt (dpa) - Begleitet von Solidaritätsbekundungen hat vor dem Bundesarbeitsgericht in Erfurt die Verhandlung zur umstrittenen Kündigung einer Kassiererin wegen 1,30 Euro begonnen. Zu der Kundgebung vor dem Gerichtsgebäude hatte ein Unterstützerkomitee für «Emmely» aufgerufen. Die unter diesem Spitznamen bundesweit bekanntgewordene Berlinerin war im Februar 2008 entlassen worden, weil sie zwei Pfandmarken im Wert von 48 und 82 Cent unterschlagen haben soll. Zwei Instanzen hatten die Kündigung ohne vorherige Abmahnung für rechtens erklärt.