Rostock (dpa) - Uwe Harnos bleibt Präsident des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB). Der Jurist wurde auf der DEB- Mitgliederversammlung in Rostock einstimmig für vier Jahre im Amt bestätigt.

Harnos hatte vor zwei Jahren die Nachfolge des aus gesundheitlichen Gründen zurückgetretenen Hans-Ulrich Esken angetreten, nachdem er bereits seit 2002 Vizepräsident war. «Wir müssen in der Lage sein, den Schwung der WM mitzunehmen und Dinge auf den Weg zu bringen», sagte der 49-jährige Harnos.

Als bisher einziger von drei Vizepräsidenten gehört Deutschlands «Eishockeyspieler des Jahrhunderts», Erich Kühnhackl, auch der neuen DEB-Führung an. Neue Vizepräsidenten wurden Raymond Schneeweiß und Manuel Hüttl. Der bisherige Schatzmeister Bodo Lauterjung trat nicht mehr an, Wolfgang Brück hatte sein Vizepräsidenten-Amt bereits zuvor abgegeben. Dank einer Satzungsänderung hat Generalsekretär Franz Reindl nun Sitz und beratende Stimme im Präsidium.

Bundestrainer Uwe Krupp wird laut Reindl voraussichtlich in der kommenden Woche erklären, ob er im Amt bleibt. «Wir sind derzeit in Gesprächen. Er wird sich bis Ende Juni, Anfang Juli entscheiden», sagte Reindl. Krupp hatte die Nationalmannschaft bei der Heim-WM auf Platz vier geführt und mit ihr damit das beste Abschneiden seit 57 Jahren erreicht.

Der am 24. Juni 45 Jahre altgewordene Krupp hatte nach dem WM- Ende vor fünf Wochen offen gelassen, ob er das neue Angebot des Verbandes annimmt. Der langjährige NHL-Profi, der momentan wegen der Krebserkrankung seiner Frau große private Sorgen hat, ist seit Dezember 2005 im Amt und beklagte aber immer wieder Probleme in der Zusammenarbeit mit den Clubs. Laut Harnos führt Krupp in den USA derzeit Gespräche mit NHL-Clubs.

Unter der Regie des Stanley-Cup-Siegers absolvierte das DEB-Team bisher 103 Spiele, in denen sie 48 Siege, drei Unentschieden und 52 Niederlagen verbuchte. «Das ist die beste Zahl, die ein Bundestrainer für sich in Anspruch nehmen kann», betonte Reindl.