Köln (dpa) - Die digitale Welt mit ihrer Datenmasse und rasanten technischen Entwicklung kann die Gesellschaft nach Ansicht von NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) auch spalten.

«Viele stehen noch ratlos vor der digitalen Informationsflut, der Umgang mit den neuen Medien ist für viele noch eine Hürde», sagte der geschäftsführende Regierungschef am Montag in Köln. Er sprach anlässlich der Eröffnung des 22. medienforums.nrw. Es drohe eine Spaltung der Gesellschaft «in die Angeschlossenen und die Ausgeschlossenen».

Hier sieht Rüttgers die Bildungspolitik gefragt. Jedes Kind müsse für die Wissensgesellschaft befähigt werden und lernen, wie es mit der Fülle an gespeichertem Wissen richtig umgehe. Zugleich sei aber mit dem Internet die «Vision der Aufklärung, des Wissens für alle» wahrgeworden, meinte der Politiker. Zum Schutz der persönlichen Freiheit des Einzelnen müsse jeder ein Recht auf die eigenen Daten und auf eine Gegendarstellung haben.

Das dreitägige medienforum der Landesmedienanstalt (LfM) steht diesmal unter dem Motto: «Was uns lieb und teuer ist». Es geht um Qualität, frische Ideen und Konzepte bei den Angeboten sowie um deren Finanzierbarkeit in Print, Film, Fernsehen und Online-Welt. Rund 200 Experten aus TV-Sendern oder Zeitungsverlagen diskutieren mit Top- Managern von Medien- und Telekommunikationskonzernen auch über Auswege aus der Kostenlos-Kultur im Internet.

22. medienforum.nrw

Landesmedienanstalt/LfM Nova GmbH