Frankfurt/Main (dpa) - Der deutsche Aktienmarkt hat sich am Mittwoch leicht von seinen kräftigen Vortagesverlusten erholt. Nachlassende Sorgen über die Finanzierungsmöglichkeiten der Banken stoppten die Talfahrt.

Allerdings sorgten schwache Daten vom US- Arbeitsmarkt dafür, dass die Anleger nicht zu euphorisch wurden. Der Dax ging mit plus 0,23 Prozent auf 5965,52 Punkte aus dem Handel. Gewinne gab es auch beim TecDax, der um 0,17 Prozent auf 734,48 Punkte zulegte. Der MDax schloss dagegen prozentual unverändert bei 8008,67 Punkten. In der Halbjahresbilanz kam der Dax kaum von der Stelle: Verglichen mit seinem Stand zum Jahresende konnte der Leitindex gerade einmal 0,14 Prozent zulegen.

Börsianer sagten, die Anleger seien wieder zuversichtlicher, nachdem europäische Banken derzeit keine Refinanzierungsprobleme zu haben scheinen. Die überraschend geringe Nachfrage der Banken nach EZB-Liquidität «ist ein gutes Zeichen für die Märkte, auf das auch der Euro positiv reagiert hat», ergänzte Chefhändler Fidel Helmer vom Bankhaus Hauck & Aufhäuser. Schwache Arbeitsmarktdaten aus den USA und eine unklare Lage bei der Wahl zum Bundespräsidenten hätten am Nachmittag allerdings etwas gebremst.

Besonders Bankentitel profitierten europaweit: Die Papiere der Deutschen Bank stiegen um 1,52 Prozent auf 46,70 Euro und gehörten zu den besten Werten im Dax. Die Papiere der Commerzbank folgten dem jedoch nicht und verloren 0,60 Prozent auf 5,775 Euro. MAN-Aktien drehten nach anfänglichen Verlusten mit 2,04 Prozent ins Plus auf 67,95 Euro und markierten damit die Dax-Spitze. Der Nutzfahrzeug- und Maschinenbaukonzern will nach einem Bericht der «Süddeutschen Zeitung» die Kurzarbeit mehr als halbieren.

Im MDax war der Titel von Rheinmetall der Favorit und gewann 4,22 Prozent auf 47,075 Euro. Die Papiere des Autozulieferers Leoni gewannen 3,96 Prozent auf 17,31 Euro und waren damit zweitstärkster Wert im MDax.

Der EuroStoxx 50 stieg um 0,66 Prozent auf 2573,32 Punkte. Der CAC-40 in Paris verbuchte ebenfalls leichte Gewinne, während der FTSE 100 in London nahezu unverändert aus dem Handel ging. An der New Yorker Börse notierte der Dow Jones zum europäischen Handelsschluss ebenfalls leicht im Plus.

Am Rentenmarkt stieg die durchschnittliche Rendite der börsennotierten Bundeswertpapiere auf 2,13 (Dienstag: 2,11) Prozent. Der Rentenindex Rex sank um 0,12 Prozent auf 127,85 Punkte. Für den Bund Future ging es um 0,12 Prozent auf 129,28 Punkte nach unten. Der Kurs des Euro stieg. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2271 (1,2198) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8149 (0,8198) Euro.