NEW YORK (dpa-AFX) - Der Euro <EURUS.FX1> hat sich am Mittwoch trotz Kursgewinnen gegenüber dem US-Dollar nicht dauerhaft über der Marke von 1,23 Dollar halten können. Verantwortlich für die freundliche Entwicklung war der geringer als erwartete Refinanzierungsbedarf der Banken, die sich bei der Europäischen Zentralbank (EZB) mit spürbar weniger Liquidität versorgt hatten als zuvor erwartet. Zuletzt war die europäische Gemeinschaftswährung 1,2242 Dollar wert. Die EZB hatte den Referenzkurs gegen Mittag auf 1,2271 (Dienstag: 1,2198) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8149 (0,8198) Euro.

"Der deutlich geringere Refinanzierungsbedarf sticht hervor, da dies vermuten lässt, dass die Schwierigkeiten der Finanzunternehmen in der Eurozone weniger schlimm sind als befürchtet", sagte Marktanalyst Jamie Heighway von Custom House. Zumindest kurzfristig sorge dies bei den Investoren für Erleichterung. Allerdings habe die Gemeinschaftswährung noch einen langen Weg vor sich, damit sich der derzeitige Abwärtstrend wieder umkehre./