Wulff auch im zweiten Wahlgang zum Präsidenten durchgefallen

Berlin (dpa) - Abstimmungskrimi um das Amt des Bundespräsidenten: Der Kandidat von Union und FDP, Christian Wulff, ist auch im zweiten Wahlgang gescheitert. Er erhielt in der Bundesversammlung 615 Stimmen, acht weniger als für die absolute Mehrheit nötig. Auf den Kandidaten von SPD und Grünen, Joachim Gauck, entfielen 490 Stimmen, auf die Linken-Kandidatin Luc Jochimsen 123 Stimmen. Der NPD-Kandidat Frank Rennicke kam auf 3 Stimmen. Damit wird ein dritter Wahlgang notwendig, bei dem die einfache Mehrheit reicht.

Tauziehen um Gesundheits-Sparpaket nun im Kanzleramt

Berlin (dpa) - Nachdem sich die Fachleute der Koalition bislang ohne greifbares Ergebnis um ein Sparkonzept für die Gesetzlichen Krankenkassen bemüht haben, greifen nun die Spitzen von Union und FDP ein. Im Kanzleramt wollen die Partei- und Fraktionschefs an diesem Donnerstag eine Lösung ausloten. Anschließend berät erneut die Expertengruppe. Ohne Gegensteuern zeichnet sich für das Gesundheitssystem im kommenden Jahr ein Defizit von zehn bis elf Milliarden Euro ab. Dies könnte einige Krankenkassen in so große Schwierigkeiten bringen, dass ihnen die Schließung droht.

USA und Russland in Agenten-Affäre um Schadensbegrenzung bemüht

Washington (dpa) - Nach dem spektakulären Schlag gegen einen mutmaßlichen russischen Spionagering in den USA bemühen sich beide Regierungen nun um Schadensbegrenzung. Nach Ansicht Moskaus wird die Affäre nicht zu einer neuen Abkühlung in den Beziehungen mit Washington führen. Das russische Außenministerium begrüßte laut Agentur Interfax den Kommentar des Weißen Hauses vom Vorabend. Präsidentensprecher Robert Gibbs hatte erklärt: «Ich glaube nicht, dass dies einen Einfluss auf den Neubeginn unserer Beziehungen haben wird.»

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