Essen/Bonn (dpa) - Das Bundeskartellamt hat die Übernahme der insolventen Warenhauskette Karstadt durch den Investor Berggruen genehmigt. Es gebe keine wettbewerbsrechtlichen Bedenken, sagte ein Sprecher in Bonn.

Damit sei eine weitere Bedingung dafür erfüllt, dass der mit Berggruen geschlossene Kaufvertrag rechtskräftig werden könne, berichtete der Sprecher des Insolvenzverwalters Klaus Hubert Görg, Thomas Schulz.

Eine mögliche Beteiligung des Designers und Berggruen-Partners Max Azria sei nicht geprüft worden, so das Bundeskartellamt. Dies müsse gegebenenfalls nachgemeldet werden. Azria hatte angekündigt, 20 Prozent an Karstadt übernehmen zu wollen.

Weiter offen ist dagegen noch die Einigung zwischen Berggruen und dem Vermieter-Konsortium Highstreet, ohne die der Vertrag nicht rechtskräftig werden kann. Berggruen hatte den Kaufvertrag für Karstadt am 8. Juni nur unter Vorbehalt geschlossen. Die Verhandlungen zwischen Berggruen und Highstreet laufen bereits seit gut drei Wochen, ohne dass eine Einigung erzielt werden konnte. Beide Parteien seien jedoch weiterhin im Gespräch, hieß es am Mittwoch aus Verhandlungskreisen. Eine Einigung muss bis zum 15. Juli erfolgen, damit das Essener Amtsgericht am 16. Juli den Insolvenzplan billigen kann.