Stahlkonzerne müssen Millionen-Bußgeld zahlen =

Brüssel (dpa) - Wegen verbotener Preisabsprachen müssen 17 europäische Stahlunternehmen eine halbe Milliarde Euro Bußgeld zahlen. Die EU-Kommission verhängte am Mittwoch gegen die Hersteller von Spannstahl Strafen von insgesamt 518 Millionen Euro. Am härtesten trifft es den Weltmarktführer ArcelorMittal, der mit 276 Millionen Euro fast die Hälfte der Summe begleichen muss. Aus Deutschland machten Pampus (Hamm/Westfalen) und Saarstahl bei dem Kartell mit. Während WDI/Pampus rund 56 Millionen Euro zahlen muss, profitierte Saarstahl von der Kronzeugenregelung. Da der Konzern die EU- Kommission 2002 informiert hatte, wurde ihm die gesamte Strafe erlassen. Nach Ansicht der EU-Kommission ist es erwiesen, dass die Stahlproduzenten 18 Jahre lang Preise für Spannstahl abgesprochen, die Märkte aufgeteilt und Lieferquoten festgelegt haben.

Arbeitslosenzahl sinkt dank anziehender Konjunktur=

Nürnberg (dpa) - Dem Frühjahrsaufschwung und der anziehenden Konjunktur sei Dank: Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Juni erneut gesunken. Bundesweit waren 3,153 Millionen Menschen auf Jobsuche, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Mittwoch in Nürnberg mitteilte. Das waren 88 000 Menschen weniger als im Mai und 257 000 weniger als vor einem Jahr. «Die gute Arbeitsmarktentwicklung der letzten Monate hat sich auch im Juni fortgesetzt. Die wesentlichen Indikatoren haben sich erneut verbessert», erläuterte BA-Vorstandschef Frank-Jürgen Weise. Die Arbeitslosenquote nahm im Juni um 0,2 Punkte auf 7,5 Prozent ab, nachdem sie im Vorjahresmonat noch bei 8,1 Prozent gelegen hatte. Saisonbereinigt ging die Arbeitslosenzahl um 21 000 auf 3,230 Millionen zurück.

Sparkassen machen Kartenzahlung einfacher =

Berlin (dpa) - Sparkassenkunden können mit ihren Plastikkarten bei Einzelhändlern bald ein neues, schnelles Bezahlverfahren nutzen. Dabei müssen sie ihre Girocard nicht mehr in ein Kartenterminal stecken, sondern nur noch vor ein Lesegerät halten. Vom zweiten Halbjahr 2011 an sollen die Karten schrittweise mit der neuen Technologie ausgestattet werden, teilte der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) am Mittwoch in Berlin mit. Dabei sind weder Unterschrift noch die Eingabe einer Geheimnummer nötig. «Das kontaktlose Bezahlen eignet sich vor allem bei kleineren Beträgen», sagte DSGV-Geschäftsführer Bernd Fieseler. Die Wartezeiten an Kassen könnten sich dadurch um bis zu 25 Prozent verkürzen.

Bundesbank: Großbanken bereit zu Stresstests =