Helsinki/London (dpa) - Kleine Menschen haben nach einer finnischen Studie ein höheres Risiko für Herzerkrankungen als größere.

Für die am Mittwoch in der britischen Fachzeitschrift «European Heart Journal» veröffentlichte übergreifende Analyse wurden die Ergebnisse von 52 vorhergehenden Studien mit insgesamt drei Millionen Beteiligten verglichen. Dabei habe sich für kleine Menschen ein anderthalb Mal so hohes Risiko für Herzkrankheiten und Tod durch Herzstörungen ergeben wie für lange Menschen. Das gelte für Männer wie für Frauen, hieß es weiter.

Die Medizinerin Tuula Paajanen von der Universität Tampere erklärte, dass mit der Studie zum ersten Mal die Forschungsergebnisse aus den letzten 50 Jahren zum Zusammenhang zwischen Körpergröße und kardiologischen Problemen systematisch ausgewertet worden seien. Sie meinte weiter: «Wir hoffen, das dieser Zusammenhang nun als geklärt gelten kann und dass mehr Aufmerksamkeit auf die möglichen pathophysiologischen, umweltbedingten und genetischen Zusammenhänge bei diesem Mechanismus gelegt wird.» Die finnischen Forscher gingen für kleinwüchsige Menschen von einer durchschnittlichen Körpergröße von 1,61 Meter aus und für groß gewachsene von 1,74 Meter.