Berlin (dpa) - Mehr als 80 Milliarden Euro will die schwarz- gelbe Bundesregierung in den kommenden vier Jahren sparen. Allein die Sozialausgaben sollen um rund 30 Milliarden Euro gekürzt werden. Voraussichtlich vom nächsten Jahr an müssen sich die Bürger auf zahlreiche Kürzungen einstellen.

Wer ist betroffen?

- Betroffen sind vor allem Arbeitslose. Die Ausgaben im Sozialbereich machen mehr als die Hälfte des Bundeshaushaltes aus. Das Geld soll künftig zielgerichteter und effizienter ausgegeben werden. Der Etat des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales trägt im kommenden Jahr 4,3 Milliarden Euro zur Haushaltssanierung bei.

Auf was müssen sich Arbeitslose einstellen?

- Viele werden mit weniger Geld auskommen müssen. So entfällt der Zuschuss für diejenigen, die nach einem Jahr noch keinen Job gefunden haben und vom Arbeitslosengeld I ins Arbeitslosengeld II fallen. Dieses Übergangsgeld wird bisher zwei Jahre lang gezahlt. Singles bekommen im ersten Jahr monatlich maximal 160 Euro, im zweiten Jahr noch bis zu 80 Euro. Für Verheiratete gibt es das Doppelte. Durch den Wegfall sollen Arbeitslose dazu gebracht werden, sich möglichst rasch um eine neue Beschäftigung zu kümmern.

Gibt es weitere Kürzungen für Langzeitarbeitslose?

- Ja. Hartz-IV-Empfänger werden auf das Elterngeld von 300 Euro im Monat verzichten müssen. Damit will die Regierung den sogenannten Lohnabstand erhöhen und auch so den Anreiz für Erwerbslose erhöhen, eine Arbeit anzunehmen.