München (dpa) - Der Autobauer BMW hat sein Wachstum im Mai trotz deutlicher Bremsspuren in Deutschland fortgesetzt. Weltweit sei der Absatz der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce im Mai um 10,8 Prozent auf 120 843 Fahrzeuge gestiegen, teilte der Konzern am Mittwoch mit.

«Dank zahlreicher neuer Modelle sind wir auf einem guten Weg, auch für das Gesamtjahr 2010 unsere Position als der weltweit führende Anbieter von Premiumautomobilen zu behaupten», sagte Vertriebsvorstand Ian Robertson. In den ersten fünf Monaten legte der Absatz des Konzerns weltweit um 13,3 Prozent auf 552 864 Fahrzeuge zu.

Zu dem Plus im Mai trug vor allem ein rasanter Zuwachs in China bei, wo BMW die Verkaufszahlen auf knapp 14 000 Autos mehr als verdoppelte. In Deutschland hingegen gingen die Absatzzahlen um 13,7 Prozent zurück. Im Vorjahr hatte BMW noch von der Abwrackprämie profitiert, dieser Effekt macht sich nun bemerkbar. Von der Kernmarke BMW verkaufte der Konzern im Mai weltweit rund 101 775 Fahrzeuge und erreichte damit ein Wachstum von 12,3 Prozent. Auch mit Motorrädern fuhr BMW im Mai ein Plus von fast 20 Prozent ein.

Beim Mini lag der Zuwachs nur bei 2,7 Prozent auf 18 848 Autos. Die Marke Rolls-Royce verkaufte dank der Einführung des neuen Modell Ghost 220 Fahrzeuge, was mehr als viermal soviele waren wie im Vorjahresmonat. «Mit dem neuen Modell streben wir für dieses Jahr eine Verdoppelung des Rolls-Royce-Gesamtabsatzes an», bekräftigte Robertson. Im vergangenen Jahr verkaufte der Konzern 1002 Autos der Marke Rolls-Royce, das waren 17 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.