Frankfurt/Main (dpa) - Die Brose Baskets Bamberg haben im Kampf um die deutsche Basketball-Meisterschaft den Ausgleich geschafft. Im zweiten von fünf möglichen Playoff-Spielen gewann der Pokalsieger bei den Deutsche Bank Skyliners Frankfurt mit 77:68 (40:23).

Damit machte der Titelfavorit die 63:65-Heimniederlage wett und hat in eigener Halle die Chance, sich in Führung zu werfen. Die Hessen konnten in der mit 5000 Zuschauern ausverkauften Ballsporthalle nicht an ihre überragende kämpferische Leistung aus der ersten Partie anknüpfen und rannten bis zum Schluss verzweifelt dem Rückstand aus der ersten Halbzeit nach.

In dem intensiv geführten Duell der Pokalfinalisten erwischte Bamberg wieder den besseren Start. Vor allem im zweiten Viertel schienen die Hessen nicht auf dem Parkett. Bamberg nutzte die eklatante Schwächperiode und zog davon. Ganze sechs Punkte brachten die Skyliners in zehn Spielminuten auf die Habenseite. Die Führung hätte noch deutlicher ausfallen können, doch vergaben die Baskets viele freie Würfe. Casey Jacobsen, mit 24 Punkten bester Werfer seiner Mannschaft, war der große Antreiber bei den Bambergern. Gut unterstützten ihn Anton Gavel (18) und Predrag Suput (13).

Die Skyliners versuchten in der zweiten Halbzeit noch einmal alles, der Spielverlauf von Bamberg machte ihnen Mut. Dort hatten sie fünf Minuten vor dem Ende noch mit zehn Punkten zurückgelegen und doch gewonnen. Für Verwirrung sorgte im dritten Viertel der Ausfall der Anzeigetafeln. Für mehrere Minuten wurde fieberhaft an der Technik gearbeitet, ehe es nach erneuter Warmspielzeit weitergehen konnte. Von dem Malheur ließen sich die Bamberger trotz des enormen Drucks in Frankfurt aber nicht aus der Ruhe bringen. Die Frankfurter konnten den Rückstand zwar verkürzen, aber Bamberg hatte immer eine passende Antwort parat. Kapitän Pascal Roller war mit 19 Punkten kämpferisches Vorbild der Gastgeber. Zudem trafen Derrick Allen (14), Greg Jenkins (12) und Jimmy McKinney (11) zweistellig.