Manila (dpa) - Beim ersten Taifun der Schlechtwetter-Saison in Südostasien sind auf den Philippinen am Mittwoch mindestens 21 Menschen ums Leben gekommen. Dutzende wurden am Abend noch vermisst, berichtete die Katastrophenschutz-Behörde.

Mehr als 100 Häuser wurden zerstört, zahlreiche Bäume entwurzelt und Strommasten umgerissen. «Conson» brach in der Nacht mit größerer Zerstörungskraft als vorhergesagt über die Insel Luzon in den nördlichen Philippinen ein. Der Taifun brachte schwere Regenfälle und wirbelte mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 150 Kilometern in der Stunde. Die Ausläufer streiften unerwartet heftig auch die Millionenmetropole Manila. Dort und in umliegenden Provinzen fiel stundenlang der Strom aus. Straßen waren von umgefallenen Masten und Bäumen blockiert.

In der Provinz Cavite südlich von Manila wurde eine Mutter mit ihrer zweijährigen Tochter von einem Baum erschlagen. In der Stadt Binan stürzte eine Mauer ein und begrub vier Menschen. Heftige Überschwemmungen rissen anderswo Häuser um und ihre Einwohner in den Tod.

Präsident Benigno Aquino kritisierte den Wetterdienst und verlangte akkuratere Vorhersagen, damit die Einwohner genügend Zeit haben, sich in Sicherheit zu bringen und Rettungsdienste sich besser auf Einsätze vorbereiten können.