Berlin (dpa) - Ihre Musik ist einfach, aber sie macht Spaß. Und der heiße Sommerabend tat sein Übriges, um das Konzert der Scissor Sisters am Dienstag in Berlin zu einer Show aus Schweiß und sexy Tanzeinlagen zu machen. Auch wenn die Stimme von Leadsänger Jake Shears teilweise schwächelte - Frontfrau Ana Matronic konnte das locker ausgleichen.

Mit dem Hit «I Don't Feel Like Dancing», aber auch «Fire With Fire» vom neuen Album zeigten die New Yorker, wie sie gekonnt Zitate aus dem Discopop der 1970er und 1980er zu recyceln wissen. Gepaart mit den Outfits aus schwarzen Handschuhen, roten Hosenträgern und Muscleshirt sowie aufgeschnittenen Jeans bei Jake und der Eleganz der Ana funktionierte das. Betont werden von der Band mit sehr guter Liveband auch die Einflüsse der New Yorker Schwulenszene, allerdings nicht ohne einen Schuss Ironie.

Erst recht nach einer Liebeserklärung an Berlin und sein Nachtleben. «Ich bin einen Morgens in New York aufgewacht und hab gedacht: das ist Scheiße. Dann bin ich nach Berlin geflogen», sagte Shears. Er vermisse es. Dafür liebte ihn das verschwitzte Clubpublikum umso mehr.

Auftritte in Hamburg (31.10.), Köln (2.11.) und München (14.11.)

www.scissorsisters.com