Frankfurt/Main (dpa) - Schiedsrichter Wolfgang Stark sowie seine Assistenten Jan-Hendrik Salver und Mike Pickel blicken auf eine erfolgreiche Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika zurück.

«Wir haben drei Spiele geleitet und damit alle unsere Ziele erreicht. Es war eine interessante und wirklich schöne Zeit. Besser hätte es kaum laufen können», sagte Stark in einem Interview auf der Homepage des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Die Kritik von Argentiniens Trainer Diego Maradona nach dem Gruppenspiel gegen Nigeria habe der Unparteiische aus dem bayerischen Ergolding nicht an sich herangelassen.

«Wichtig ist, wie die Schiedsrichter-Verantwortlichen mich beurteilen. Die Kritik Maradonas hat mich nicht groß gestört», meinte Stark, der auch in der Partie zwischen England und der Slowakei einen heiklen Job zu bewältigen hatte. «Uns war klar, dass die Medien in England einen Schiedsrichter aus Deutschland kritisch betrachten würden», sagte Stark.

Das Achtelfinale zwischen Uruguay und Südkorea war Starks letzter Auftritt bei der WM. «Ein deutscher Schiedsrichter hängt ja immer auch vom Erfolg der deutschen Mannschaft ab. Spätestens mit dem Einzug ins Halbfinale war klar, dass das Turnier für uns beendet ist. Dann hieß es Koffer packen, ab nach Hause und wieder ganz normal Fan sein.»

Den Empfang in der Heimat empfand Stark als «überwältigend». Er trug sich ins Goldene Buch von Ergolding ein, 3000 Menschen feierten den Unparteiischen mit Sprechchören und Plakaten. «Ich bin es gewohnt, vor 70 000 Menschen in ein Stadion zu laufen. Aber 3000, die nur meinetwegen gekommen sind, das war einmalig», erzählte Stark.