Berlin (dpa) - Panik ist nach Einschätzung des Überlebenskünstlers Rüdiger Nehberg die größte Gefahr in überhitzten Zügen. Bei Temperaturen von 50 Grad im Schatten verliere der Mensch pro Stunde eineinviertel Liter Wasser, sagte der 75-Jährige der Nachrichtenagentur dpa.

Nach etwa drei Stunden habe er damit schon zehn Prozent seines Eigengewichts verloren. Die Folgen seien unter anderem starkes Durstgefühl und Mundtrockenheit: Der Speichel fließe plötzlich nicht mehr, das Schlucken werde unmöglich, Panik komme auf. Und Panik stecke an: «Wenn der erste sich schlecht fühlt und rumschreit oder umfällt, dann überträgt sich das wie Seekrankheit auf einem Schiff.» In einem Zug wäre das eine Katastrophe, sagte Nehberg, der nach eigenen Angaben selbst sehr viel mit der Bahn fährt.