Berlin (dpa) - Im diplomatischen Verwirrspiel um einen iranischen Atomforscher auf Abwegen hat die amerikanische Seite nachgelegt. Der nach Teheran heimgekehrte Wissenschaftler Sharam Amiri habe vom US- Geheimdienst fünf Millionen Dollar für Informationen über das iranische Atomprogramm erhalten. Das berichtet die US-Zeitung «Washington Post» unter Berufung auf einen US-Regierungsbeamten. Amiri, der inzwischen in Teheran ist, erklärte nach seiner Ankunft, er sei vor einem Jahr bei einer Pilgerfahrt in Saudi-Arabien von Geheimdiensten in die USA verschleppt und dort gefoltert worden.