Berlin (dpa) - Krankenkassen erwägen Regress-Ansprüche gegen die Bahn, wenn Versicherte wegen zu großer Hitze im ICE kostspielige Behandlungen im Krankenhaus brauchen. «Wenn wir einen konkreten Fall auf den Tisch bekommen, werden wir Regress-Ansprüche gegen die Bahn prüfen.»

Das sagte ein DAK-Sprecher der Nachrichtenagentur dpa in Berlin. Die Kassen seien schließlich zur Wirtschaftlichkeit verpflichtet. Bei weniger aufwändigen ambulanten Behandlungen mache ein solcher Schritt dagegen keinen Sinn. «Der Versicherte müsste uns informieren», erläuterte der Sprecher. Aus den normalen Abrechnungsdaten könne die Kasse den Fall sonst nicht rekonstruieren.

Wenn Schüler bei einer Klassenfahrt betroffen seien, sei die Berufsgenossenschaft zuständig. Am Samstag waren mehrere Schüler auf dem Rückweg von einer Klassenfahrt in einem überhitzten ICE-Waggon zusammengebrochen.