München (dpa) - BMW belohnt seine Mitarbeiter mit einer Sonderzahlung. Im Durchschnitt erhalten die rund 71 000 Beschäftigten des Konzerns 1060 Euro, kündigte Gesamtbetriebsratschef Manfred Schoch am Freitag an.

Die Aktion kostet BMW einen hohen zweistelligen Millionenbetrag, die Zahlungen für die einzelnen Mitarbeiter sind nach Gehaltsgruppen gestaffelt. Insgesamt dürfte der Hersteller rund 75 Millionen Euro auszahlen.

Dies sei «Ausdruck der Wertschätzung für das Durchhaltevermögen» der Mitarbeiter in den Krisenjahren. Allerdings ist der Bonus keine Erfolgsbeteiligung. Auf diese Zahlungen hatte BMW für die vergangenen beiden Krisenjahre verzichtet. Für 2007 waren den Beschäftigten im Schnitt 2008 noch 5600 Euro gezahlt worden.

Daimler und Audi hatten 2009 nicht auf die Gewinnbeteiligung verzichtet. Audi zahlte durchschnittlich 2300 Euro und eine einmalige Prämie in Höhe von 1200 Euro. Daimler zahlte für das vergangene Jahr 500 Euro und für das Jahr davor 1900 Euro Erfolgsbeteiligung für rund 130 000 Mitarbeiter.

BMW-Chef Norbert Reithofer warnt trotz der deutlich anziehenden Nachfrage in der Autobranche weiterhin davor, die Wirtschaftskrise zu rasch abzuhaken. Zwar habe der Konzern im ersten Halbjahr kräftige Zuwächse verbucht und auch die Absatz- und Gewinnprognose nach oben korrigiert, sagte Reithofer am Freitag in München auf der Betriebsversammlung. Dennoch gebe es noch viele Risiken für einen tragfähigen weltweiten Aufschwung.

«Wir sind noch nicht dort, wo wir vor der Krise waren», sagte der Konzernchef. BMW liege trotz der deutlichen Zuwächse in den ersten sechs Monaten noch um fast 69 000 Fahrzeuge unter dem Absatz im ersten Halbjahr 2008. BMW hatte zuletzt angesichts der wachsenden Nachfrage sein Verkaufsziel für 2010 auf mehr als 1,4 Millionen Autos gesteigert. Zuvor lag die Marke bei mehr als 1,3 Millionen Autos. Das zeige, dass BMW auf dem richtigen Weg sei, sagte Reithofer.