Mailand (dpa) - Hollywood-Flair im Mailänder Justizpalast: Filmstar George Clooney hat bei seiner Ankunft in dem italienischen Gericht am Freitag einen Menschenauflauf ausgelöst.

Kameraleute und Fotografen, aber auch jede Menge Fans waren gekommen, um einen Blick auf den 49-Jährigen zu werfen. Clooney war als Zeuge geladen. Vor einem Strafgericht müssen sich drei Angeklagte verantworten, die mit einem gefälschten Modelabel im Namen des Stars ohne dessen Wissen Geschäfte gemacht haben sollen. Um einen geordneten Prozesstag zu ermöglichen, hatte Richter Pietro Caccialanza strenge Sicherheitsmaßnahmen angeordnet. Während der Sitzung durfte nicht gefilmt oder fotografiert werden.

Auf den Rummel vor dem Justizpalast und in den Gängen folgte eine seltsame Gerichtsverhandlung: Die Verteidigung versuchte, sie in eine Art Pressekonferenz zu verwandeln und fragte nach, ob Clooney jemals eine Beziehung zu einer Frau namens Mara gehabt habe und ob er in der Tat ein politisches Amt in den USA anstrebe. «Sie lieben es, mit einer Harley Davidson zu fahren?», wollte ein Anwalt wissen. Clooney, ein wenig genervt, antwortete auf italienisch: «Siiiii.» Der Richter musste die Verteidiger oftmals rügen und ihnen sagen, dass ihre Fragen nicht zulässig seien.

Zu den Angeklagten hatte der Hollywood-Star vor der Eröffnung des Prozesses ironisch gesagt: «Ihr könnt stolz sein, da habt ihr gute Arbeit geleistet.»