Hamburg/Berlin (dpa) - Per Echolot finden Fledermäuse nicht nur ihre Beute. Sie grüßen damit auch unbekannte Artgenossen, berichtet das Magazin «GEO» in seiner August-Ausgabe.

Die Verhaltensbiologin Silke Voigt-Heucke von der Freien Universität Berlin hat bei Versuchen mit der Kleinen Hasenmaulfledermaus herausgefunden, dass die Tiere einander zum Gruß «anhupen».

Die Wellen des Geräuschs sind demnach vergleichbar mit denen des Echolots, das die Tiere zur Navigation benutzen. Es unterscheidet sich aber durch eine abfallende melodische Kontur und eine vergleichsweise harmonische Zusammensetzung der Frequenzen. Umgewandelt in den hörbaren Bereich klingen diese Ultraschalllaute ähnlich wie eine Hupe.

Besonders häufig «hupten» die Tiere als Antwort auf Rufe von Fledermäusen, die sie noch nicht so kennen. «Es ist wie auf einer Party», sagte Voigt-Heucke dem Magazin. «Engen Freunden muss man sich nicht groß vorstellen. Unbekannten Gästen schon.»