München (dpa) - Airbus-Chef Thomas Enders erwartet nach dem Milliardenverlust von 2009 in diesem Jahr wieder einen Gewinn für den Flugzeugbauer. Entscheidend sei dafür aber eine Einigung beim umstrittenen Airbus-Militärtransportflugzeug A400M.

Das sagte Enders der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» (Samstag). «Sofern wir bei diesem Flugzeug bis Jahresende die notwendigen Vertragsanpassungen mit unseren Kunden hinbekommen und diese ihre Zusagen einhalten, rechne ich damit, dass wir 2010 profitabel sein werden», sagte Enders.

Airbus streitet seit Monaten mit den Abnehmerländern des Transporters um die milliardenschweren Mehrkosten des Projekts. Enders sieht die A400M trotz der wachsenden Finanznot in vielen Ländern nicht gefährdet. «Lufttransport steht auf der militärischen Prioritätenliste aller Kunden ganz oben, trotz sinkender Budgets.» Er gehe davon aus, dass Airbus mindestens 170 Maschinen an die sieben Abnehmerländer ausliefern werde. «Damit werden wir eine wirtschaftlich vertretbare Basis erreichen», sagte Enders der Zeitung.

Airbus hatte auf der Luftfahrtmesse im britischen Farnborough mehr Aufträge eingesammelt als geplant. Der Hersteller verbuchte Festbestellungen und Kaufabsichten für insgesamt 255 Flugzeuge im Wert von rund 28 Milliarden Dollar.