Heiße Woche für BP: Chefwechsel und Rekordverlust erwartet

London (dpa) - Nach der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko wird der Energiekonzern BP am Dienstag möglicherweise den größten Verlust der britischen Unternehmensgeschichte bekanntgeben. Falls die zugesagten 20 Milliarden Dollar (16 Mrd Euro) für Schadensersatz in die Halbjahresbilanz einfließen, rechnen Analysten mit einem entsprechenden Rekordverlust. Am Montag wurde nach übereinstimmenden Berichten britischer Medien über den Rücktritt des in Amerika verhassten BP-Chefs Tony Hayward verhandelt. Als voraussichtlicher Nachfolger gilt der bisherige «Außenminister» von BP, Bob Dudley.

Handel setzt auf guten Sommerschlussverkauf

Berlin (dpa) - Der deutsche Einzelhandel setzt zum Auftakt des Sommerschlussverkaufs (SSV) auf die Kauflaune der Schnäppchenjäger. «Wir gehen von einem guten, aber ruhigen Start aus», sagte eine Sprecherin des Handelsverbands Deutschland (HDE) am Montag in Berlin. Die Verbraucherstimmung sei nicht euphorisch, aber derzeit gut und spürbar besser als im Krisenjahr 2009. Daher werde für dieses Jahr weiterhin mit stabilen Umsätzen von 400 Milliarden Euro gerechnet. Am meist zweiwöchigen SSV beteiligen sich nach Branchenangaben fast zwei Drittel der 400 000 Geschäfte. Warenhäuser, Modeläden, aber auch Bau- und Elektromärkte locken mit Preisreduzierungen bis zu 80 Prozent.

Stresstest bestanden - EU gewährt Banken keine Vorteile

Brüssel (dpa) - Die EU gewährt Banken, die den Stresstest bestanden haben, keine Vorteile bei der Genehmigung staatlicher Beihilfen. Ein gutes Resultat bei den Belastungstests, die die Krisenfestigkeit der Banken belegen sollten, werde laufende Prüfverfahren nicht beschleunigen: «Für uns ändert sich nichts», sagte ein Experte der EU-Wettbewerbskommission am Montag auf Anfrage in Brüssel. Die Stresstests betrachteten nur die Kapitalausstattung von Banken - «wir aber prüfen, ob eine Bank ein solides Geschäftsmodell hat und lebensfähig ist».

Mobiles Internet für die meisten noch zu teuer