Die Geschäfte bei Daimler brummen. Für Freude sorgen in Stuttgart vor allem die Luxusschlitten E- und S-Klasse sowie der boomende Markt in China und die wachsende Nachfrage in den USA. Sorgenkinder bleiben der deutsche Markt und der Kleinwagen Smart.

Stuttgart (dpa) - Daimler hat im Juni den neunten Monat in Folge ein Plus beim Pkw-Absatz verbucht. Mit 122 900 Fahrzeugen der Marken Mercedes-Benz, Smart, AMG und Maybach verkauften die Stuttgarter 10,6 Prozent mehr als im Vorjahresmonat, wie der DAX-Konzern am Montag mitteilte.

«Wir sind auch für die kommende Monate gut gerüstet und wollen im dritten Quartal mit einem deutlichen Plus den Erfolgskurs von Mercedes-Benz fortsetzen», teilte Mercedes-Vertriebschef Joachim Schmidt mit. Für das Gesamtjahr 2010 hat Daimler für die Personenwagensparte ein Absatzplus von rund acht Prozent in Aussicht gestellt.

Im ersten Halbjahr 2010 verkauften die Schwaben mit 607 400 Pkw 11,6 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Für das Plus sorgte allein die Kernmarke Mercedes-Benz (plus 15,2 Prozent auf 556 700 Autos). Der Smart war dagegen bei den Kunden weniger beliebt (minus 17 Prozent auf 50 700 Kleinwagen).

In China konnte Daimler im bisherigen Jahresverlauf den Absatz der Marke Mercedes-Benz auf 60 500 Wagen mehr als verdoppeln. In den USA verkaufte der DAX-Konzern 103 700 Fahrzeuge (plus 21,8 Prozent). Auf dem Heimatmarkt Deutschland ging dagegen die Nachfrage um 6,5 Prozent auf 122 500 Autos zurück.

Im Juni legte die Kernmarke Mercedes-Benz um gut 13 Prozent auf 113 300 verkaufte Autos zu. Auch in diesem Monat liefen vor allem in Asien und den USA die Geschäfte mit Luxusautos wieder gut und sorgten für den besten Juni-Absatz in der Unternehmensgeschichte.

In Deutschland verkaufte Daimler dagegen erneut weniger Autos. Auch der Kleinwagen Smart schwächelt weiter: Mit 9600 Kleinwagen wurden 13,3 Prozent weniger abgesetzt als im Juni 2009.