München (dpa) - Der deutsche Fußball-Rekordmeister FC Bayern München hat in der abgelaufenen Saison trotz Wirtschaftskrise einen Rekordumsatz erzielt.

«Wir arbeiten noch am Jahresabschluss. Doch gehen Sie davon aus, dass wir beim Umsatz erstmals die 300-Millionen-Euro-Schallmauer durchbrochen haben. Rechnen wir die konsolidierten Umsätze der Allianz-Arena dazu, werden es wohl um 350 Millionen sein», sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge in einem Interview dem Wirtschaftsmagazin «Focus Money».

Alle Bereiche, etwa Merchandising, Banden- und Trikotwerbung, Namensrechte, Business-Seats oder Logen, hätten ihr hohes Niveau halten oder verbessern können, berichtete Rummenigge. «Ehrlich gesagt, hatten wir hier gar keine Krise», sagte der Bayern-Boss.

Allein die Champions League bescherte dem Verein Zusatzeinnahmen in Höhe von rund 50 Millionen Euro. Damit gehört der Double-Gewinner zu den umsatzstärksten Clubs in Europa. Nur Real Madrid, Manchester United und der FC Barcelona dürften vor den Bayern liegen. «Worauf ich aber besonders stolz bin, ist unsere Profitabilität. Bereits zum 16. Mal hintereinander haben wir schwarze Zahlen geschrieben. Das können auf dieser Welt nur ganz wenige Fußballvereine von sich behaupten», sagte Rummenigge.

Trotz der schwierigen Situation um den finanziell angeschlagenen Bezahlsender «Sky» glaubt der Bayern-Chef, dass sich die Einnahmen weiter steigern lassen. Die nächste Ausschreibung der TV-Rechte in zwei Jahren wird für die Bundesliga zur Nagelprobe. «Dieser Schuss muss unbedingt sitzen», so Rummenigge, «wenn wir ein gutes Produkt von einem guten Anbieter zu einem guten Preis haben, dann kann ich mir durchaus vorstellen, dass wir in den nächsten Jahren 50 Prozent mehr als heute bekommen. Allerdings unter der Voraussetzung, dass sich das Pay-TV in Deutschland richtig durchsetzt».