Offenbach (dpa) - Zwei kleine Tiefdruckgebiete bringen Deutschland viel Regen - und machen Wetterexperten die Prognosen schwer. Auf Tief «Yvette 1», das am Samstagmittag mit kräftigen Schauern aus dem Nordosten abzog, sollte am Abend «Yvette 2» von den Alpen aus nach Norden folgen.

Schauer breiten sich am Sonntag von Baden-Württemberg bis nach Nordrhein-Westfalen aus, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Samstag mitteilte. In einigen Gegenden drohen auch Gewitter.

Im Südwesten werden Niederschlagsmengen von bis zu 50 Litern pro Quadratmeter erwartet, wie DWD-Meteorologe Bernd Zeuschner sagte. «Die Bäche im Schwarzwald könnten kurzfristig Hochwasser führen.» Weiter nördlich sei die Gefahr geringer.

Die Tief-Schwestern machen den Wetterexperten die Arbeit schwer. Verlässliche Vorhersagen seien sonst vier bis fünf Tage im Voraus möglich, sagte Zeuschner. «Aktuell sollte man schon mit Wetterprognosen für ein bis zwei Tage sehr vorsichtig sein.» Der Experte erklärte: «Gerade bei kleinräumigen Tiefdruckgebieten werden die Vorhersagen schon nach dieser kurzen Zeit sehr ungenau.»

Das wechselhafte Wetter soll bis zur Mitte der Woche bei mäßig- warmen Temperaturen dauern. Danach setze sich die Sonne wieder öfter durch. Die Temperaturen steigen wieder.