Aalen (dpa) - Jefferson Farfan hat den FC Schalke 04 gegen den VfR Aalen vor einer unangenehmen Überraschung bewahrt und den vierfachen Cup-Gewinner in die zweite Runde des DFB-Pokals geschossen.

Der Offensivmann aus Peru, dessen Einsatz wegen Sprunggelenksproblemen lange fraglich war, erzielte zum Abschluss der Auftaktrunde beim 2:1 (1:0)-Erfolg beide Tore (42./46. Minute) für den Fußball-Bundesligisten gegen die zwei Spielklassen tiefer eingestuften Schwaben.

Vor 13 452 Zuschauern in der ausverkauften Scholz-Arena taten sich die ohne ihren Superstar Raul angetretenen Schalker aber schwerer als erwartet und mussten bis zum Ende bangen. Tim Bauer sorgte mit einem verwandelten Foulelfmeter (82.) für Spannung. Christoph Metzelder hatte zuvor Elia Soriano zu Fall gebracht.

Ein Zwischenspurt kurz vor und nach der Pause reichte Schalke gegen den wegen Platzverweises dezimierten Drittliga-Aufsteiger. Fast 70 Minuten musste Aalen in Unterzahl spielen. Schiedsrichter Deniz Aytekin wertete das Foul von Andreas Schön (18.) an Rückkehrer Jermaine Jones, der erstmals seit Mai 1990 wieder in einem Pflichtspiel dabei sein konnte, als Notbremse und zückte Rot.

Die wackeren, jungen Schwaben (Altersdurchschnitt 22,6 Jahre) hatten sogar zunächst die besseren Chancen. Robert Lechleiter, einziger VfR-Akteur mit Bundesliga-Erfahrung, scheiterte an Nationaltorwart Manuel Neuer (5.), kurz nach dem Platzverweis verfehlte ein Heber des früheren Rostockers das Ziel (22.), auch ein Kopfball von Marco Grüttner (28.) flog vorbei. Und von Schalke: kam noch zu wenig. Deutlich war zu spüren, dass der Wunsch von Trainer Felix Magath nach einem kreativen Mittelfeldmann berechtigt ist.

In Aalen verzichtete Magath auf Superstar Raul, der rechtzeitig vor dem Ligastart am Samstag beim Hamburger SV sein Trainingsdefizit aufholen soll. Bundesliga-Aufsteiger Erik Jendrisek vertrat den Weltstar lediglich leidlich. Real-Rückkehrer Metzelder stand in der Anfangsformation, wurde wenig gefordert, war vor seinem Strafstoßfoul kurz vor Schluss aber zu langsam.

Kurz vor der Pause drehte Schalke auf. Farfans Volley (40.) strich noch am Tor vorbei. Kurz darauf zielte der Peruaner besser. Beinahe hätte Ivan Rakitic sogar noch vor der Pause erhöht, sein Freistoß (44.) landete aber am Pfosten. Im zweiten Abschnitt brauchte Schalke nur 48 Sekunden, um für die Vorentscheidung zu sorgen. Eine Flanke des eingewechselten Lukas Schmitz köpfte der 25-Jährige ein.