Zwischen Januar und März war Japans Wirtschaft noch um 4,4 Prozent gewachsen, ein Quartal zuvor um 4,1 Prozent. Der Minister für Wirtschafts- und Fiskalpolitik, Satoshi Arai, warnte vor Risiken für Japans nach wie vor stark exportabhängige Wirtschaft - darunter die unklaren Konjunkturaussichten in den USA und in Europa.

Zugleich befindet sich Japans Wirtschaft weiter im Griff einer Deflation mit andauernd fallenden Preisen. Eine Deflation drückt die Umsätze und Gewinne der Unternehmen, die dann Abstand von Investitionen nehmen und Arbeitsplätze abbauen. Verbraucher halten sich dann wiederum mit Anschaffungen zurück, wodurch sich der Preisverfall noch verschärft.

Die schwachen BIP-Daten könnten den Druck auf die Regierung erhöhen, neue Konjunkturmaßnahmen zu ergreifen. Auch könnte sich die Zentralbank gezwungen sehen, die ohnehin extrem losen geldpolitischen Zügel weiter zu lockern. Die Verbraucherausgaben, die in Japan zu rund 60 Prozent zur Wirtschaftsleistung des Landes beitragen, erhöhten sich im Berichtszeitraum um lediglich 0,03 Prozent im Vergleich zum Vorquartal.