Hamburg/Berlin (dpa) - Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) hat bei einem Treffen mit Vertretern von Google eine längere Widerspruchsfrist beim Internetdienst Street View gefordert.

Ein Sprecher bestätigte am Montag einen Bericht des «Hamburger Abendblatts». Aigner hält die angebotene Frist von vier Wochen, um Widerspruch gegen die Abbildung des eigenen Hauses im Internet einzulegen, für zu kurz. Sie verlangt auch Offenheit über die Zahl der Widersprüche.

Aus Ministeriumskreisen hieß es, inzwischen sollten rund 100 000 E-Mails sowie 50 000 Briefe und Faxe bei Google eingetroffen sein. Google will Fotos von Straßen und Häusern in Deutschland ins Internet stellen. In anderen Staaten geschieht dies bereits. Aigner dringt darauf, dass Google die Zusage einhält, erst nach Bearbeitung aller Beschwerden mit dem Dienst in Deutschland zu starten.