Wendt: Überwachung von Straftätern überlastet Polizei

Berlin (dpa) - Der Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, hat in der «Bild»-Zeitung vor einer Überlastung der Polizei gewarnt. Die ständige Überwachung von gefährlichen Straftätern stelle die Polizei vor unlösbare Probleme. Mit der 24-Stunden-Überwachung eines aus der Sicherungsverwahrung entlassenen Straftäters seien bis zu 25 Polizisten beschäftigt. Auch die Innenminister aus Niedersachsen und Bayern, Uwe Schünemann und Joachim Herrmann, warnten vor zu großen Belastungen für die Polizei. Beide fordern ein Gesetz, das die Freilassung gefährlicher Straftäter verhindert.

Sarkozy fordert EU-Eingreiftruppe für Notfälle

Paris (dpa) - Angesichts der Überschwemmungen in Pakistan hat der französische Präsident Nicolas Sarkozy die Bildung einer EU- Eingreiftruppe gefordert. Nach Haiti und den Bränden in Russland müsse man die Konsequenzen ziehen, schrieb Sarkozy in einem Brief an EU-Kommissionspräsident Manuel Barroso. Frankreich werde in Kürze konkrete Vorschläge dazu machen. Mit Blick auf Pakistan sagte Sarkozy logistische Unterstützung zu. Schiffe und Flugzeuge sollen Hilfsgüter in die betroffenen Gebiete schaffen.

Kassenärztechef will mehr Patientenquittungen

Berlin (dpa) - Gesetzlich Krankenversicherte sollten besser über die Behandlungskosten aufgeklärt werden. Dazu sollten Ärzte öfter Patientenquittungen ausstellen. Das sagte der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Köhler, der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung». Durch die Quittung würden die Patienten besser erkennen, wie preisgünstig die ambulante Versorgung beim Hausarzt etwa im Vergleich zum Restaurantbesuch sei. Bislang lassen sich laut Bericht nur 2 Prozent der Patienten eine Quittung ausstellen.

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